Die Künstlerin Andrea Meija Rocha, eine Person mit Trisomie 21, sitzt an einem großen, mit Farbspritzern übersäten Arbeitstisch im bildBalance Atelier Wien. Sie blickt konzentriert in die Kamera, während sie mit einem schwarzen Stift auf einem hellen Papierbogen zeichnet. Sie trägt ein pinkfarbenes T-Shirt und eine blaue Brille. Vor ihr auf dem Tisch stapeln sich zahlreiche ihrer Werke – farbenfrohe Zeichnungen mit kräftigen, horizontalen Streifen in Blau, Rot und Pink. Im Hintergrund hängen weitere ihrer abstrakten Bilder an der weißen Wand, und ein Regal mit CDs sowie Malutensilien sind erkennbar.

Andrea Meija Rocha

Kunst zwischen Zartheit und Stärke

Schrift wird Bild, Farbe wird Ausdruck

Mit Pinsel, Fineliner und feinem Gespür schafft Andrea Mejia Rocha abstrakte Kompositionen aus Acryl, Aquarell und Buntstift. Auf Leinwand und Papier spielt Farbe die Hauptrolle: mal kraftvoll und intuitiv, mal leise und sorgfältig. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Zartheit und Stärke und entfalten eine sinnliche Präsenz.
Besonders spannend sind ihre seriellen Schriftbilder: Mit präzisem Strich und rhythmischer Wiederholung verwandelt sie Worte und Zahlen in visuelle Poesie, die persönliche Gedanken und Themen spürbar macht. Ihre Werke laden ein, im Rhythmus von Farben und Linien zu verweilen.

Ein Mixed-Media-Kunstwerk der Künstlerin Andrea Meija Rocha. Im Zentrum befindet sich ein rechteckiger, farbiger Block in leuchtendem Hellblau und Pink. Über diese Farbfläche erstreckt sich ein langer, handgeschriebener Text in schwarzer Druckschrift. Die ungleichmäßigen Buchstaben bilden Sätze wie „meinschaft für acht jugendliche“ oder „Österreichische Leute“. Unter dem farbigen Bereich steht links die Nummerierung „17/25“ und rechts das Wort „Andlied“. Das gesamte Werk ist auf einem schlichten, weißen Hintergrund platziert.
Ein dreidimensionales, plastisches Kunstwerk der Künstlerin Andrea Meija Rocha. Es handelt sich um eine rechteckige Palette, auf der sich dicke Schichten von Acrylfarbe zu hohen, reliefartigen Hügeln aufgetürmt haben. Die Oberfläche ist glänzend und zeigt kräftige Farben wie leuchtendes Gelb, sattes Rot, knalliges Pink und sattes Grün, die über eine dunkle, fast schwarze Basis aus eingetrockneter Farbe fließen. Die Struktur wirkt organisch und erinnert an erkaltete, bunte Lava.
Ein abstraktes Gemälde der Künstlerin Andrea Meija Rocha im Hochformat. Das Bild besteht aus einer Serie von breiten, horizontalen Farbbalken, die übereinander geschichtet sind. Von oben nach unten zeigen sich Streifen in Rot, Grün, kräftigem Blau, leuchtendem Gelb, Schwarz, Dunkelbraun, Flieder, erneut Rot, Schwarz und ein abschließendes, breites Feld in Blau. Die Ränder der Farbbalken sind unregelmäßig und wirken durch den Pinselduktus lebendig. Ein dunkler, vertikaler Rahmen an den Seiten fasst die Komposition ein.
Ein grafisches Kunstwerk der Künstlerin Andrea Meija Rocha auf weißem Papier. Das Blatt ist dicht mit vertikalen Spalten aus handgeschriebenen Zahlenfolgen gefüllt, die wie Datumsangaben wirken (zum Beispiel „22 11 20 16“ oder „19 04 20 11“). Die Ziffern sind mit schwarzem Kugelschreiber oder feinem Filzstift in einer gleichmäßigen, aber individuellen Handschrift untereinander gelistet. Vereinzelt finden sich kleine handschriftliche Notizen oder einzelne Ziffern über den Spalten, was dem Werk den Charakter eines systematischen Verzeichnisses oder eines persönlichen Kalendariums verleiht.